Das verraten (Sex) Dating Apps über Sex und Liebe

Die Fragen, die es auf der Webseite OkCupid zu beantworten gilt, können teilweise nicht prekärer sein. Der Mitbegründer Christian Rudder bezeichnet die Webseite als “The best free dating site on earth” Und die beste Datingseite der Welt will zwar nicht von jedem Menschen dieser Welt, aber von ihren Nutzern ziemlich persönliche Antworten auf explizite Fragen haben. Das Erstaunliche: Die User sind kooperativ und beantworten zum Beispiel Fragen, ob jemals eine Abtreibung stattgefunden hat. Das Ganze schmipft sich Self-Branding und definiert das zur Schau stellen der eigenen Marke. Visuell? Nein, ganz und gar nicht. Denn im Gegensatz zu Apps wie Tinder, geht es bei OkCupid nicht darum, oberflächlich zu bewerten sondern sich in Textform zu präsentieren.

Mehr als 3 Milliarden Worte sind auf der Plattform bereits geschrieben worden. Worüber? Zum Beispiel über die eigenen Vorlieben. Ob man lieber Hunde oder Katzen mag, was man gern in der Freizeit tut, auf welche Dinge man keinesfalls verzichten will, welche sexuelle Orientierung existent ist oder ob man übergewichtig ist. Diese und viele weitere Aspekte werden im persönlichen Nutzerprofil niedergeschrieben. Doch damit nicht genug, denn die Dating-Plattform will noch mehr wissen. Schließlich verspricht der Anbieter auf diese Weise viele Paare zusammenzubringen. Und das ganz ohne Persönlichkeitstest.

Zwar handelt es sich bei OkCupid definitiv nicht um die größte Singlebörse im Netz, jedoch sind inzwischen mehr als 5 Millionen Nutzer dabei, um sich schriftlich zu offenbaren und die persönlichen Daten in Dates umzuwandeln. Indem sie Fragen stellen und beantworten. Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, Fragen zu formulieren und diese zu stellen. Gleichzeitig habe alle User auch die Möglichkeit, die ihnen gestellten Fragen zu beantworten. Auf diese Weise verspricht der Anbieter das perfekte Match. Nach eigenen Aussagen resultieren daraus jeden Abend 30.000 Dates. 10 Prozent dieser Dates bewegen sich in einer längerfristige Beziehung und 200 von Ihnen werden sogar heiraten. Hört sich natürlich zunächst großartig an. Doch wo werden dabei eigentlich die Grenzen gezogen? Die Frage danach, ob man auch ein Date mit einer Person eingehen würde, welche schon einmal rassistische Äußerungen getätigt hat, beantwortet kaum jemand mit “Ja”. Doch wie kommt es dann, dass die User, welche sich im eigenen Profil als “schwarz” bezeichnen, 75 Prozent weniger Kontaktanfragen bekommen?

Im Gegensatz zu Tinder geht es bei OkCupid nicht um das Aussehen, sondern um das Bekenntnistier Mensch, welches sich in schriftlicher Form präsentiert. Doch auch hier zeichnen sich oberflächliche Verhaltensmuster ab. Darüber hinaus stellst sich natürlich auch die wichtigste Frage, inwiefern die Fragen wahrheitsgemäß beantwortet wurden. Denn eines kann die Seite nicht: Unwahrheiten herausfiltern. Dafür ist es auf der Webseite üblich, dass der Nutzer bei einem Match angeben muss, welche Fragen er von seinem Gegenüber akzeptiert und welche nicht. Ebenfalls geben die User an, für wie wichtig sie die einzelnen Fragen halten. Dabei kommt es natürlich unweigerlich zu Übereinstimmungen. Hier gilt: Je mehr gleiche Antworten abgegeben werden, desto höher ist die Chance, dass die “Kandidaten” aufeinander aufmerksam werden. Rudder hat sich in den letzten Jahren nicht nur damit beschäftigt die Daten seiner eigenen Webseite auszuwerten, sondern tat dies auch in Bezug auf andere Online-Partnerbörsen. Bei seinen Auswertungen ist er zu dem Entschluss gekommen, dass die Liebe noch weit entfernt ist von einer vorurteilsfreien Welt.

An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage, welche der beiden Portale sich eher für die eigene Person eignet. Zwar lassen sich auf Plattformen wie OkCupid schnell und einfach unehrliche Antworten geben, jedoch umfasst auch der visuelle Aspekt auf Tinder keinesfalls die ganze Wahrheit. Wenn es darum geht das Self-Branding zu initiieren, dann ist und bleibt der Mensch darauf versessen, dass die eigene Marke so positiv wie möglich präsentiert wird. Sonst wäre es ja schließlich auch keine Werbung. Negatives wird schließlich nicht beworben. Und die positive Eigendarstellung lässt sich sowohl über Fotos, als auch in Textform realisieren. Letztendlich kommt es darauf an, was der Mensch auf der anderen Seite erwartet, welche Vorurteile er hat und was er sich vorstellt. Kommt es dabei nicht zum Match, kann selbst die beste Partnervermittlung der Welt nicht für Liebe sorgen.

Sexualisierte Gesellschaft und die “Hook Up” Kultur

Die Werbung lebt es vor: Freiheit ist das größte Gut, das der Mensch für sich in Anspruch nehmen kann. Ganz gleich in welcher Lebenssituation. Die Werbung erklärt uns, dass es falsch ist sich zu binden. Zum Beispiel in Bezug auf Handyverträge, weshalb immer mehr Anbieter die monatliche Möglichkeit der Kündigung einräumen. Und das betrifft natürlich auch die Sexkontakte. Wenn nachts die entsprechenden Werbeinhalte in einer Endlosschleife abgespielt werden, dominieren Keywords wie unverbindlich, anonym oder diskret. Schließlich geht es darum, dass wir ein Abenteuer erleben. Niemand ist auf der Suche nach dem, was er schon hat beziehungsweise hatte. Stattdessen wird uns suggeriert, dass sich Abenteuer nur in Kombination mit Sex erleben lassen. Dazu werden wir darauf hingewiesen, dass wir allesamt verborgene Fantasien und Wünsche haben und dass es extrem wichtig ist, diese zu befriedigen.

Das geht nur, indem man Sex hat. Und jeder der schon einmal in einer Beziehung gelebt hat, weiß dass das Thema Sex sehr schnell zum Erliegen kommen kann, wenn sich beide Partner erst einmal aneinander gewöhnt haben und der Alltag Einzug hält. Zeit für eine sexuelle Fantasiereise, welche dank digitaler Medien ganz schnell wahr werden kann. Und zwar mit wenigen Klicks. Die Auswahl ist riesig. Zum Beispiel in der Tinder App. Abertausende von Mitglieder sind aus dem selben Grund da, wie die eigene Person: Gucken, was geht. Denn es ist ja schließlich so einfach. Keine Erklärungen keine Ausreden, keine Bemerkungen, keinen Vorwände. Nichts. Stattdessen wird mit einem Klick völlig wortlos erklärt, ob eine Person attraktiv ist oder nicht. Die Bestätigung bedeutet so viel wie: “Ich könnte mir vorstellen, mit dir zu schlafen”. Sieht die gematchte Person das auch so, steht dem unverbindlichen Sextreffen ohne Verpflichtungen nichts mehr im Wege.

Wenn das so einfach geht, stellt sich natürlich die Frage, warum es dann noch eine Beziehung sein muss. Denn die riesige Auswahl an Mitgliedern sorgt dafür, dass der Nutzer das Gefühl bekommt, etwas zu verpassen. Immer mehr Frauen haben das Gefühl sexuell etwas zu verpassen, bevor sie sich auf den Ernst des Lebens einlassen. Schließlich stellen so viele Mitglieder die Möglichkeit auf ein unverbindliches Sex-Date dar. Da gilt es natürlich herauszufinden, was geht und was nicht. Eine Beziehung wäre dabei nur im Weg. Denn dafür ist später immer noch Zeit. Vor allem, wenn wir uns in der Gesellschaft mal umschauen. Die Menschen lernen sich kennen und lieben, sie heiraten, bekommen Kinder und trennen sich wieder. Rosenkrieg mit Kind? Das sind keine attraktiven Aussichten für junge Menschen, die alle Freiheiten der Welt haben. Hinzu kommt der Unterhaltungsfaktor, welchen Flirtapps wie Tinder mit sich bringen. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass für den eigenen Geschmack absolut nichts dabei ist, bleibt der Spaß am Daten, Chatten und Matchen. Und zwar überall. Denn mit der App auf mobilen Geräten ist es überall möglich diese Form der sozialen Teilnahme zu praktizieren. Da fällt es schwer zu verzichten. Denn im Rahmen dieser App wird primär das Gefühl vermittelt, dass man nicht allein ist. Ganz im Gegenteil tausende andere Mitglieder sind ebenfalls dort unterwegs und suchen nichts Festes. Sie sind auf der Suche nach unverbindlichem Sex. Und dabei sind es so viele, dass der Eindruck entsteht, die “Hook Up Kultur” wäre normal.

Früher und Heute: Sie sucht Ihn Anzeigen vs. modernes Online Dating

“Sie sucht ihn”, “Er sucht Sie” “Sie sucht Sie” usw. Das waren noch Zeiten. Schwarze Druckbuchstaben auf beigefarbenem Zeitungspapier. Luxusgut, denn nicht gerade billig. Eine Anzeige in der Zeitung kostet schließlich Geld. Und der Preis spiegelte sich grundsätzlich in der Länge der Anzeige wieder. Wir wussten gar nicht, dass man so viele gängige Worte abkürzen konnte. Eine neue Art der Stenografie entwickelte sich. Und nach einigen Jahren waren wir tatsächlich in der Lage, die Anzeigensprache lesen zu können. Wir wussten, was mit den Abkürzungen gemeint war. Das Durchschnittsalter? Irgendwas um die 40 bis 50 vermutlich? Die Namen? Altbacken. Harald, Silke, Dieter, Detlef oder Jutta. Hatten diese Menschen es nötig? Ja, auf jeden Fall. Zumindest sind wir davon ausgegangen, wenn wir nicht im selben Alter waren und wesentlich weniger Lenze miterlebt haben. Waren wir interessiert, wenn wir im selben Alter waren? Natürlich, denn die Vorstellung dass da draußen ebenfalls einsame Herzen ziellos umher wanderten, brachte uns dazu zu träumen. Wie schön wäre es, wenn sich zwei einsame Herzen auf diesem so simpel erscheinenden Weg finden würden? Welch großartige Liebe könnte daraus resultieren? Illusion? Mehr als das! Denn wer auch immer sich hinter der ziemlich langen Chiffre verbirgt, empfindet offensichtlich ebenso wie ich. Deshalb muss ich auf diese Anzeige reagieren. Vielleicht auch einfach nur, um herauszufinden ob ich Recht habe oder nicht.

20 Jahre später sieht die Sache ein bisschen aus. Dafür sorgen Dating-Plattformen wie z.B. Parship (siehe http://www.dating-insider.de/parship.html), die aktuell omnipräsent sind.. Illusion? Ja, die ist immer noch existent. Daran hat sich nichts geändert. Unsere Vorstellungskraft ist immer noch ein wesentlicher Bestandteil der Partnerwahl. Allerdings “dürfen” wir uns inzwischen ganz offiziell viel oberflächlicher verhalten. Wenn es auch bis vor ein paar Jahren noch hieß: “Es kommt auf die inneren Werte an”, konzentrieren wir uns heute nur noch auf: “Hot or not”. Das lässt sich am besten mit der App Tinder realisieren. Das Prinzip der App ist mehr als einfach: Mit einem kurzen Blick auf das Foto eines Users, entscheidet der Anwender, ob die Person attraktiv ist oder nicht. Und zwar mit einem einzigen Klick. Nach dem Klick wird die entsprechende Person in ihrem Profil darüber informiert, dass das Foto jemandem gefällt. Es wurde quasi ein Match getroffen und beide Personen wissen nun, dass die Sympathie zumindest auf der einen Seite besteht. Die andere Person hat nun die Möglichkeit zu bestätigen oder abzulehnen: Der Vorteil: Selbst ein “Korb” wird nicht wirklich wahrgenommen, da das Matchen immer weiter geht. So lange, bis alle Nutzer aus der unmittelbaren Umgebung “bewertet” wurden. Wenn also keine Sympathie auf der anderen Seite besteht, bekommt der Matcher davon nicht viel mit, da er vermutlich schon wieder vergessen haben dürfte, wen er schon alles gematcht hat. Das erinnert ein bisschen an Speed Dating, könnte aber schon eher als Massenabfertigung bezeichnet werden. Der neueste Tinder Algorithmus versucht außerdem zu berücksichtigen, wie beliebt die einzelnen Nutzer sind, um dann auch verstärkt Menschen in der “gleichen Liga” einander vorzustellen. Damit wird auch verhindert, dass jemand ständig andere Leute “Liked”, aber selbst selten geliked wird”. Verglichen mit den gedruckten Kontaktanzeigen von früher, ist das schon ein riesiger Meilenstein in der Partnersuche.

Wesentlich klassischer geht es dagegen auf Parship zu. Hier lässt sich der Anbieter die seriösen Absichten mit einer monatlichen Nutzungsgebühr bestätigen. Der Vorteil: Auf Parship werden unterschiedliche Ambitionen abgedeckt, weshalb auch nach neuen Freundschaften oder sogar Hochzeitsmöglichkeiten gesucht werden kann. Das Portal fokussiert sich nicht nur auf Sexkontakte und zeichnet sich damit durch die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten aus.

So haben Digitale Medien unser Dating Verhalten verändert

Ob wir einen Menschen attraktiv finden, entscheiden wir zunächst über das Display. Je nach Gerät weist das Display eine bestimmte Zollgröße auf und entscheidet darüber, wie viel wir von der entsprechenden Person zu sehen bekommen. Und wenn das nicht ausreicht, dann zoomen wir halt. Irgendwie wird es schon gehen. Denn wichtig ist, dass die Person auf dem Display gut aussieht. Auch wenn wir wissen, dass dieser Mensch in der Realität ganz anders aussieht und optisch nicht mehr viel mit der Person auf dem Foto gemeinsam hat. Aber das stört uns nicht, denn wir wissen dass unsere eigenen Bilder welche wir in sozialen Netzwerken hochgeladen haben, dieselben Eigenschaften aufweisen.

Wir haben round about 150 Selfies aufgenommen und das eine gute Foto war wie immer dabei. Dieses Foto hat den Weg in unsere zahlreichen Profile gefunden und wir zählen seitdem die Likes und die Shares. Zusätzlich antworten wir ganz höflich, brav und vorbildlich auf jeden einzelnen Kommentar, welcher unter unser Bild gepostet wurde, da es sich ausschließlich um Komplimente handelt, aus denen hervorgeht, wie gut wir aussehen. Auch wenn wir wissen, dass der Spiegel etwas anderes behauptet und in dauerhafter Konkurrenz mit unserer Kamera auf dem Smartphone steht. Und wer etwas Negatives postet, ist einfach nur neidisch, weil er selbst nicht so viele Likes und Shares hat und / oder der Mensch hat einfach keine Ahnung.

So, wie der Ex-Freund oder die Ex-Freundin. Das wäre sowieso nicht mehr lange gut gegangen, denn er / sie ist ständig in Whatsapp online und antwortet trotzdem nicht auf die eigenen Fragen. Höchste Zeit mit einem “Fuck-You-Emoji” Schluss zu machen. Denn es gibt so viele scheinbar bessere Optionen da draußen. Inzwischen wählen wir unseren Partner nicht nach seinem Habitus, seiner Mimik oder seiner Gestik, sondern nach seiner Art zu schreiben aus. Der Sex-Partner wird vornehmlich nach seinem Bild ausgewählt. Entsprechende Apps und Seiten voller Sexkontakte bieten quasi Sex on Demand an. Wenn der Partner auf seinen Bildern keine gute Figur macht, kommt er sowieso nicht in Frage und wir antworten gar nicht erst auf seinen Kontaktversuch.Das ist der Vorteil beim Digital-Dating.

Wen wir Sex wollen, müssen wir nicht einmal höflich sein und bei mangelnder Sympathie einen Korb verteilen. Wir können einfach ignorieren, blocken oder löschen und müssen uns nicht einmal die Mühe machen, unserem Gegenüber zu schreiben, dass wir kein Interesse haben. Deshalb können wir unsere ganze Aufmerksamkeit bündeln und dorthin lenken, wo wir es für angemessen halten: Zu den Profilen mit hübschen Bildern.

Aber Moment mal, da war doch was. Wir wissen doch noch immer, dass die Bilder nichts mit der Realität zu tun haben. Aber egal, unsere eigenen Bilder ja auch nicht. Und manchmal ist es viel aufregender sich in die Illusion zu verlieben, das digitale Kribbeln wahrzunehmen und sich einfach nur vorzustellen, dass die Person hinter dem Display so ist, wie sie sich im Internet präsentiert: Nämlich einfach perfekt. Und wir kommen ebenfalls perfekt rüber. Warum eigentlich? Vermutlich weil wir dank hinreichender Anonymität im Internet keine Schwächen präsentieren müssen. Ganz im Gegenteil: Wir haben die Möglichkeit, uns von unserer Schokoladenseite zu zeigen. Der Pickel auf der Stirn? Den sieht man auf dem Selfie gar nicht. Er ist also nicht da. Komplexe? Keine Spur. Bin ich perfekt? Na aber selbstverständlich! Das lässt sich schließlich anhand der Anzahl meiner Likes und Shares bemessen. Ist mein Gegenüber perfekt? Natürlich! Weil ich es mir vorstelle, weil ich es auf den Bildern erkennen kann und weil ich diese Vorstellung auf meinem Smartphone und meinem Tablet immer mitnehmen kann.

Wo ich auch bin. Ich bin immer in Begleitung. Meine Freunde, Meine Verflossenen, Mein Schwarm…alle sind stets dabei, wenn ich unterwegs bin. Und sie tun in ihrer Freizeit dasselbe wie ich: Sie repräsentieren die eigene Person im Internet. Das ist einfach nur liebenswert und heutzutage ein absolutes Muss. Denn wer nicht mitmacht, verpasst etwas: Den besten Sex seines Lebens, den Partner für’s Leben oder auch die Möglichkeit, sich an dem Leben anderer zu ergötzen, wenn es in sozialen Netzwerken provokativ zur Schau gestellt wird. Auf jeden Fall verpassen wir die Vorstellung uns einfach alles vorstellen zu können. Freie Gedanken in den digitalen Medien sind allgegenwärtig und inzwischen sogar Bestandteil der Marketing-Konzepte von Email-Dienstleistern.

Escort Dienst im Multimedia Zeitalter

Pinterest gehört inzwischen zu den ganz Großen im Social Media. Zwar ist die Plattform eher bei weiblichen Nutzern beliebt, dennoch wissen Erotik-Dienstleister den Nutzen der visuellen Plattform zu schätzen und nutzen diese für die Vermarktung ihrer Inhalte. Kürzlich richtete ein Escort-Service die eigene Präsenz auf der Foto-Sharing-Plattform ein. Jörg Nietzschmann, der Geschäftsführer des auf Pinterest vertretenem Escort-Service Tia Escort gibt dazu an, dass die visuelle Komponente gerade im Escort-Service enorm wichtig ist, wenn es darum geht eine Buchung herbeizuführen oder ein erstes Interesse an den Escort-Damen zu wecken. Die Ambitionen des Geschäftsführers sind eindeutig: Der Aufbau zu anderen Pinterest-Nutzern und der gesteigerte Traffic auf seiner Internet-Seite. Des Weiteren erhofft sich Nietzschmann auch neue Bewerberinnen, welche sich aus dem hohen Frauenanteil auf Pinterest ergeben.

Doch wie lukrativ können Escort-Dienste im Zeitalter des Casual-Dating eigentlich noch sein? Schließlich ist es dank dem World Wide Web inzwischen auch möglich, explizite Sexkontakte zu knüpfen. Und das ganz ohne Vermittlung oder Agentur. Zahlreiche Anbieter für Sexkontakte stellen ihre Webseiten im Internet zur Verfügung. Um diese zu nutzen, bedarf es lediglich einer Registrierung und schon kann es losgehen. Naja, fast. Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Zumindest nicht für Männer, denn werden weiterhin zur Kasse gebeten. Frauen hingegen haben es auf Casual-Dating-Seiten wie zum Beispiel C-date wesentlich einfacher: Einfach anmelden und losflirten. Männer müssen hingegen zahlen und sich teilweise für eine bestimmte Nutzungsdauer festlegen. Nachdem die Zahlungsoption ausgewählt, den AGB zugestimmt und das Profil erstellt wurde, kann es dann aber wirklich losgehen. Was genau? Chatten, flirten, sich verabreden Spaß haben. Einfach, unkompliziert, und ohne Verpflichtungen. Eben Casual-Dating.

Doch wie rechtfertigen sich dabei noch die Existenzen von Escort-Diensten, wenn es doch im Netz so leicht ist, ungebundene Sex-Kontakte zu knüpfen? Insbesondere in großen Metropolen (siehe http://www.dating-kompass.at/abenteuer/escort/escort-stil-wien.html) wie beispielsweise Wien, wimmelt es nur so von privaten Sexkonakten im Verhältnis zu Escort-Damen. Beide Optionen haben ihre Vor- und ihre Nachteile. So kann der Nutzer beim Escort-Service immer davon ausgehen, dass es sich um echte Profile handelt. Fakes sind dabei ausgeschlossen, denn die Dame welche auf den Bildern zu sehen ist, ist auch die Dame, die gebucht werden kann. Zumindest, wenn es sich um eine seriöse Agentur handelt. Frauen haben hier generell den Vorteil, dass sie die Sicherheit nutzen können, welche eine Escort-Agentur liefert. Die buchenden Männer müssen persönliche Daten angeben und zudem sehr viel mehr zahlen, als auf einer Casual-Dating-Plattform der Fall ist. Zudem können sich die Männer die Dame aussuchen, sparen sich das Anschreiben und den Austausch von Nachrichten und können gleich zur Sache kommen. Aber dieser Spaß kostet natürlich auch.

Die Nutzung von Casual-Dating Plattformen ist um ein Vielfaches günstiger. Mit einer Gebühr von durchschnittlich 30 EUR pro Monat, haben Männer die Möglichkeit, das Knüpfen der Sexkontakte wesentlich preisgünstiger zu gestalten. Und auch die Auswahl ist wesentlich größer, da weit mehr Nutzerinnen diese Plattformen nutzen, als Escort-Damen buchbar sind. Hier steht die Sympathie auf beiden Seiten im Vordergrund. Ist diese nicht vorhanden, ist es unwahrscheinlich, dass es zu einem sexuellen Kontakt kommt. Aufgrund der anfänglichen Anonymität, gestaltet sich natürlich auch die Kennenlern-Phase als sehr locker. Denn hier haben beide Partner die Möglichkeit, sich vor dem Sex-Date locker zu per Chat oder Email zu unterhalten, um etwas mehr über die Interessen und Vorliebe zu erfahren.

Werbung für Sexkontakte in TV

Wer die Zeit hat, sich dem TV-Programm zu widmen, wird schnell feststellen, dass auf fast allen Sendern häufig Werbung geschaltet wird. Werbespots umfassen ein ausgeklügeltes Marketing-System und richten sich grundsätzlich an die Zielgruppen, welche zu bestimmte Uhrzeiten vor dem TV erwartet werden. Aus diesem Grund gibt es familienbezogene Produkte wie zum Beispiel Süßigkeiten, Putzmittel, Zahncreme oder Windeln primär am Nachmittag zu sehen. Aber auch morgens und am Vormittag sind die Werbespots auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten. Ebenso verhält es sich in der Nacht, wenn das Thema Sex und Erotik dominiert. Die nächtliche Sendezeit richtet sich natürlich an die entsprechende Klientel, basiert aber primär auf den Jugendschutz, welches es einzuhalten gilt. Da stellt sich natürlich die Frage, inwiefern es überhaupt möglich ist, Kinder und Jugendliche vor freizügigen Werbespots zu schützen. Schließlich obliegt es der elterlichen Verantwortung, welches TV-Programm als Tabu gilt und welches nicht.

Wird die Verantwortung dann direkt auf den Nachwuchs übertragen, sodass dieser selbst entscheiden kann, welchem TV Programm die Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist es kaum noch möglich, den Zugang zu expliziten Werbeinhalten zu verhindern. Dieser uneingeschränkte Zugang ist natürlich auf dem Smartphone und dem Tablet-PC möglich, weshalb die TV-Werbung vermutlich nur halb so viel Interesse weckt. In der heutigen Gesellschaft werden Kindern immer mehr Freiheiten eingeräumt. Dieser Umstand wird von Vielen scharf kritisiert, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass explizite Inhalte allgegenwärtig sind und fast uneingeschränkt abgerufen werden können. Inwiefern FSK- Angaben sinnvoll sind, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, da es sich ja schließlich um eine freiwillige Selbstkontrolle handelt.

Das allgegenwärtige Angebot von sexorientierten Inhalten, umfasst natürlich auch eine riesige Auswahl. Zahlreiche Anbieter tummeln sich auf dem Markt und verfolgen dabei seit jeher den Leitsatz: “Sex sells”. Wer also ernsthafte Absichten hat, einen entsprechenden Anbieter zu finden, dürfte sich vermutlich mit der Qual der Wahl konfrontieren müssen. Denn gerade Dating-Seiten werden in TV-Spots nicht nur zahlreich, sondern auch regelmäßig beworben. In jedem TV-Spot wird die vermeintlich beste Seite für Sexkontakte in der Nähe angepriesen. Teilweise locken die Anbieter zusätzlich mit Rabatten, Freiminuten oder Gutschein-Codes. Da fällt es wahrlich nicht leicht, sich für ein Portal zu entscheiden.

Beispiel: Werbung für das Erotik-Portal Secret.de

An dieser Stelle bieten sich die zahlreichen Vergleichstests im Internet an. Wer bei der Fülle der TV-Spots den Überblick verliert, hat die Möglichkeit, entsprechende Anbieter für Sexkontakte im Internet zu vergleichen. Häufig werden dazu ausführliche Testberichte zur Verfügung gestellt, welche sich mit allen Themen beschäftigen, die den Nutzer interessieren. Allen voran die Seriosität eines Anbieters. Da diese immer wieder angezweifelt wird, bietet sich hier großes Potenzial für eindeutige Auswertungen im direkten Vergleich. Aber auch die Kostenfrage wird in diesen Testberichten immer wieder ganz genau geklärt. Der Leser wird darauf hingewiesen, ob eine monatliche Gebühr anfällt und inwiefern weitere Kosten dazu kommen könnten. Das betrifft vor allem Webcam-Portale, auf denen die Nutzung im Minutentakt abgerechnet wird. Handelt es sich um Portale auf denen Sexkontakte vermittelt werden, spielt natürlich die Nutzungsdauer einer entscheidende Rolle. Testberichte klären umfangreich darüber auf, ob sich der Nutzer über einen bestimmten Zeitraum vertraglich festlegen muss und wann die Option der Kündigung besteht.

Online Dating in den Medien – Hilfreich bei der Auswahl des Anbieters?

Gerade zu Beginn des Jahres werden Online Dating Seiten viel beworben. Gerade im TV werden wir immer wieder dazu aufgefordert, unser Glück online zu suchen und uns auf eine der zahlreichen Seiten im Netz anzumelden.

Beispiel: TV Werbung von Parship

Beispiel: TV Spot von C-date (Erotisches Dating)

Doch die Auswahl ist groß und das bedeutet, dass vielleicht nicht immer die richtige Entscheidung getroffen wird. Schließlich kann die Lust schnell zum Frust werden, wenn voreilige Entscheidungen getroffen werden. Besonders wenn Singles angesprochen werden, die schon seit geraumer Zeit auf Partnersuche sind, kann die Einsamkeit schnell in Verzweiflung umschlagen, weshalb sich diese Menschen so schnell wie möglich den richtigen Partner wünschen, um endlich ihr persönliches Glück zu finden.

Doch verschiedene Anbieter von Online Dating Seiten bedeuten auch verschiedene Konditionen, weshalb die Auswahl gut durchdacht sein sollte. Schließlich muss die Seite auch zur Person passen. Die meisten Anbieter setzen eine monatliche Nutzungsgebühr voraus, weshalb es für viele Menschen nicht möglich ist, alle Seiten zu nutzen. Die Auswahl sollte deshalb auf eine einzige Seite fallen, auf welcher der Nutzer auch bereit ist zu zahlen. Das setzt natürlich voraus, dass der Nutzer sich auf der ausgewählten Seite auch wohlfühlt. Das betrifft zum Beispiel die Usability der Seite. Ist die Plattform unübersichtlich oder nicht so leicht bedienbar, wird die Online.Partnersuche wohl eher zu einem Krampf werden, was sich natürlich auch auf das potenzielle Flirtverhalten des Nutzers auswirkt.

Bevor sich der Anwender für eine Online Dating Seite entscheidet, empfiehlt es sich einen der zahlreichen Vergleichstests im Internet zu lesen. Auf diese Weise hat der Nutzer die Möglichkeit, sich schon vor der Registrierung über die entsprechenden Features der Seite zu informieren. Auf diese Weise lassen sich viele Fragen schon vorab beantworten: Welche Funktionen sind ohne kostenpflichtige Mitgliedschaft möglich? Wie sieht das Verhältnis von aktiven Männern und Frauen aus? Kann ich jederzeit kündigen oder verpflichte ich mich für einen längeren Zeitraum? Welche Möglichkeiten gibt es, den Support zu kontaktieren und wann ist dieser erreichbar? Wie werden meine persönlichen Daten behandelt und welche Sicherheiten bietet mir die Webseite? Diese und viele weitere Fragen können beim Lesen der Testberichte geklärt werden.

Hat der Nutzer dann alle Anbieter miteinander verglichen, kann er die für sich passende Webseite auswählen. Zwar ist das noch längst keine Garantie dafür, dass der oder die Richtige auch wirklich auf der ausgewählten Seite zu finden ist, jedoch verhält sich der Nutzer wesentlich entspannter, wenn er sich mit der jeweiligen Seite identifizieren kann. Und diese Entspanntheit macht sich dann auch im Flirtverhalten bemerkbar.